Hi, ich heiße Rebecca, bin 16 Jahre alt und möchte euch gerne über meine Sprachreise nach Los Angeles mit meiner Freundin He-Ting in diesem Sommer (03.07.-31.07.) berichten.
Endlich ging es los!! Meine Freundin und ich haben schon sooo lange auf diesen Tag gewartet! Unsere Reise nach Los Angeles konnte beginnen!
Am Flughafen von Los Angeles (LAX) wurden meine Freundin und ich von zwei Mitarbeitern von Embassy erwartet. Einer der Embassy-Staff-Mitarbeiter führte uns zu einem schwarzen Auto, in dem wir von einem Fahrer zur Woodbury-University gefahren wurden. Die Fahrt dauerte ca. 40 min. Dort angekommen wurden wir von anderen Embassy-Staffs begrüßt. Zuerst haben wir eingecheckt und dann wurden wir zu unseren Zimmern (wir hatten ein 4er Zimmer, 2 Mädchen kamen später noch dazu) geführt. Wir konnten danach alleine den Campus der University erkunden. Allerdings war es an diesem Tag ziemlich ruhig dort, da alle anderen Jugendlichen auf einem Ganztagesausflug z.B. im Disneyland oder bei den Universal-Studios waren.
Abends kam dann noch ein Mädchen aus Deutschland in unser Zimmer und später noch ein Mädchen aus Russland. Wir haben uns aber alle auf Anhieb super verstanden.

Der Eingang zur Woodbury-University
Am ersten Tag nach unserer Anreise wurden alle Neuankömmlinge über den Campus geführt und man bekam genau gezeigt, in welchen Räumen man am nächsten Tag Unterricht hatte. Danach haben alle einen Einstufungstest geschrieben, um in eine Klasse mit dem richtigen Englisch-Niveau eingeteilt zu werden. Den Rest des Tages hatten wir Freizeit, in der wir viele Leute kennengelernt haben. In den gesamten 4 Wochen haben meine Freundin und ich Jugendliche aus Frankreich, Spanien, Japan, Columbien, Finnland, Taiwan, Italien, Rumänien, China, Russland und natürlich Deutschland kennengelernt. Manchmal war es so, dass eine größere Gruppe aus einem bestimmten Land angereist kam.

Ein Teil des Campus der W-U
Im Laufe der 1. Woche haben wir uns immer mehr an das Leben in der Woodbury-University gewöhnt. Anfangs war das ziemlich schwierig, da es besonders im Juli in LA natürlich etwas heißer ist als in Deutschland und wir außerdem noch niemanden so richtig kannten. Beide Probleme haben sich dann aber bald gelöst. Alle waren dort sehr nett und man konnte sich leicht mit anderen anfreunden.
Man hatte morgens unter der Woche immer 3 Stunden Unterricht und eine halbe Stunde Pause dazwischen. Man kann den Unterricht aber nicht mit dem deutschen Englischunterricht vergleichen. Dort wurde viel mehr darauf geachtet, dass man durch das Sprechen im Unterricht seine Sprache verbessert (und es war nie schlimm, Fehler zu machen!). Außerdem haben die Lehrer, die alle wirklich nett waren, viel über die amerikanische Kultur usw. gesprochen.
Nach dem Unterricht gab es sofort Mittagsessen in Woody's Cafe auf dem Campus und danach haben wir so gut wie jeden Tag Ausflüge in die Umgebung gemacht. Zum Beispiel ins Grammy Museum in LA-Downtown, nach Hollywood oder nach Long Beach ins Aquarium. Diese Ausflüge haben immer richtig Spaß gemacht und man bekam viele Eindrücke von Los Angeles und der Umgebung. Außerdem durfte man überall alleine herumlaufen. Machmal hatten wir nur das Gefühl, dass wir bei einem Ausflug zu wenig Zeit, bei einem anderen dafür viel zu viel Zeit hatten. Am schönsten fand ich die Gegend um das Long Beach Aquarium herum, aber auch Hollywood mit den ganzen Attraktionen und natürlich dem berühmten "Walk of Fame" waren unvergesslich! Vor allem war aber auch die Sicht über ganz LA vom J. Paul Getty Center aus atemberaubend. Und natürlich durfte eine LA-Downtowntour nicht fehlen!!

He-Ting und ich vor Madam Tussaud's in Hollywood

Hier bin ich im Long Beach "Aquarium of the Pacific"...

...und hier in Chinatown bei der LA-Downtown-Tour
Dann haben wir noch wöchentliche Ausflüge zum Burbank-Downtown-Shopping-Center und zu verschiedenen Outlets bzw. Shoppingmalls gemacht. Diese musste man allerdings immer extra zahlen (ca. 25$, Burbank ca. 3$). Falls man bei diesen "Extra-Ausflügen" nicht mitfahren wollte, konnte man sich auch einfach am Pool entspannen (aber nur mit Aufsicht
), Billard oder Tischkicker spielen oder sich anders auf dem Campus oder in den Gemeinschaftsräumen beschäftigen. Allerdings lohnt sich so ein "Shoppingtrip" eigentlich immer 
Das Wochenende fing freitagabends immer mit einer Disco an, bei der man selber Musikwünsche äußern konnte und bei der alle immer viel Spaß hatten. Auch hier hatte man die Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen. Samstags machten wir dann immer Ganztagesausflüge, die im Preis schon mit inbegriffen waren. Meistens ging es an Strände, bei denen man sich einfach nur in den Sand zum Sonnen legen, im Meer schwimmen, oder in den nahgelegenen Geschäften shoppen konnte.

Das bin ich in Santa Monica...

...und hier sind He-Ting und ich am Hermosa Beach
Sonntags wurden dann immer Ausflüge zu Freizeitparks o.Ä. wie Disneyland, Universal Studios oder Six-Flags Magic Mountains gemacht. Diese Ausflüge mussten wir allerdings auch immer extra zahlen (140$-160$), also sind meine Freundin und ich "nur" ins Disneyland gefahren, weil wir uns auch vorher schon vorgenommen hatten unbedingt dort hinzugehen! Der Bus ist morgens nach dem Frühstück losgefahren, sodass wir im Disneyland fast 12 Stunden Freizeit hatten, in denen wir machen durften, was wir wollten. Den ganzen Tag sind wir durch das Resort gelaufen, sind Attraktionen gefahren, waren in Shops, abends haben wir uns die Disney-Parade und das Feuerwerk über dem Schloss angeschaut und am Ende hatten wir dennoch das Gefühl, dass wir irgendwie nicht genügend Zeit hatten... Trotzdem war das für mich einer der schönsten Tage in LA.

He-Ting, Tigger & Rebecca

Das Disney-Schloss kurz vor dem Feuerwerk
Dann waren unsere 4 Wochen Sprachreise auch schon bald vorbei... Freitags morgens gab es für die Leute, die am Wochenende abreisten immer eine Graduation, bei der die Lehrer die Abschlusszeugnisse überreichten und auch jeder Schüler die Möglichkeit bekam, eine Rede zu halten oder ein paar Abschlussworte zu sagen.

He-Ting und ich bei unserer Graduation!
Am Sonntag hieß es dann: Koffer packen. Wir verabschiedeten uns von allen unseren neuen Freunden und wurden von einem kleinen Shuttlebus zum LAX gebracht, von dem aus es dann zurück nach Deutschland ging... bye, bye, Hollywoodhills, I´m gonna miss you...
Und hier die Küste beim Start unseres Fliegers 
Im Nachhinein bin ich richtig froh, diese Sprachreise gemacht zu haben. Es zeigte sich zwar mal wieder: 'Aller Anfang ist schwer', doch am Ende wollte ich überhaupt nicht mehr nach Hause und auch jetzt wünsche ich mir manchmal einfach, ich könnte wieder zurück in die Woodbury-University mit all meinen neuen Freunden. Doch diese Reise hat mir gezeigt wie viel es in der Welt zu entdecken gibt und wie viel ich noch reisen muss/möchte. Ich habe so viele schöne Orte gesehen und neue Freunde auf der ganzen Welt gefunden und eine andere Kultur kennengelernt, die auf den ersten Blick gar nicht so unterschiedlich zu unserer scheint.
Also: Ich kann euch allen nur empfehlen, eine Sprachreise zu machen. Dieser Sommer war einfach unvergesslich und ich kann euch nur raten: auch wenn ihr euch unsicher seid, nehmt euren Mut zusammen, packt eure Koffer und fliegt los 
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